Dienstag, Oktober 23, 2012

Vom Schlafen und Verschwinden
























Nicht so gut wie "Der Geschmack von Apfelkernen", aber das Spiel mit dem Thema Erinnerung treibt keine so gut, wie Katharina Hagena.
In einer einzigen schlaflosen Nacht lässt sie in "Vom Schlafen und Verschwinden" die Schlafforscherin Ellen von sich erzählen. Vom heute, von ihrer Kindheit, von vor ein paar Wochen, von vor ein paar Jahren. Die Zeitsprünge sind geradezug gigantisch und doch schafft es Katharina Hagena, dass man nicht den Überblick verliert und das obwohl sie auch noch die Aufzeichnungen von Marthe dazwischen streut. Marthe ist eine ältere Frau, die mit Elle gemeinsam in einem Chor gesungen hat und schwer darunter leidet, dass ihr Sohn Lutz verschwunden ist. Rund um diese zwei Frauen ranken sich Familiengeschichten, die wie schon in "Der Geschmack von Apfelkernen" zunächst harmlos erscheinen und am Ende eben genau das doch nicht sind.
Zwischendurch verliert das Buch leider an Spannung, um aber zum Schluss wieder an Fahrt zu gewinnen. Ein nachdenkliches Buch mit vielen Infos zum Thema Schlafen und Nicht-Schlafen-Können.

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